Weblog von Limbic Systems

Psychoedukation bei ADS/ADHS

  • Posted on: 27 September 2016
  • By: Limbic Systems

Unter "Psychoedukation" versteht man einerseits die umfassende Aufklärung des Patienten/der Patientin über ihre Erkrankung und andererseits die Vermittlung von Strategien im Umgang mit Symptomen und deren Auswirkungen im Alltag. Ziel ist es quasi, den Betroffenen zum "Experten" seiner Erkrankung zu machen und sein Selbstmanagement zu verbessern. Gerade bei ADS oder ADHS ist dieser Ansatz wichtig und vielversprechend, da die Symptome vielfältige Auswirkungen im beruflichen und persönlichen Alltag mit sich bringen. Ziele von Psychoedkuation bei ADS/ADHS sind:

Neurofeedback bei ADS/ADHS

  • Posted on: 9 August 2016
  • By: Limbic Systems

Neurofeedback ist eine Form des Biofeedbacks bei der die Gehirnaktivität mittels EEG aufgezeichnet und über Bildschirmsignale zurückgemeldet wird. Durch diese Rückmeldung ist es dem Patienten möglich, die Gehirnaktivierung wahrzunehmen und durch spezielle Übungen zu kontrollieren. Das Gehirn produziert elektrische Aktivität, die man mittels des EEG messen kann. Bestimmte Gehirnaktivitäten, z.B. Konzentration oder Anspannung führen zu schnelleren Frequenzen als beispielsweise Entspannung. Dies macht man sich beim Neurofeedback zu Nutze.

Ist ADS/ADHS eine Behinderung?

  • Posted on: 8 August 2016
  • By: Limbic Systems

Die Symptomatik von ADS bzw. ADHS bringt eine Reihe von sozial- und arbeitsmedizinisch relevanten Aspekten mit sich. Schon in Schule und Ausbildung bleiben die Betroffenen oft hinter ihren Möglichkeiten zurück. Die Leistungsfähigkeit im Job ist durch Konzentrationsstörungen, schwache Selbstorganisation und mangelndes Zeitgefühl beeinträchtigt. Eine höhere Entlassungsrate und häufige Jobwechsel sind die Folge.

Beginnt ADHS immer in der Kindheit?

  • Posted on: 4 August 2016
  • By: Limbic Systems

Bislang wurde diese Frage von Fachleuten immer eindeutig bejaht. Nach bisherigem Kenntnisstand ist ADS oder ADHS eine primär neurobiologische Störung, die ursächlich ganz überwiegend auf genetischen Faktoren beruht. Entsprechene "verursachende" Gene wurde in Studien bereits identifiziert. Demzufolge leuchtet ein, dass sich der Beginn des Störungsbildes bis in die Kindheit zurück verfolgen läßt. Die klinische Erfahrung zeigt jedoch, dass dies bei Erwachsenen oft nur schwer nachweisbar ist.

ADHS und Schlafstörungen

  • Posted on: 2 August 2016
  • By: Limbic Systems

Obwohl Schlafstörungen nicht zu den Kernsymptomen von ADS oder ADHS zählen, sind sie eine sehr häufige Begleiterscheinung.Untersuchungen belegen, dass bis zu 80% der Betroffenen Ein-und Durchschlafschwierigkeiten haben, außerdem leiden Menschen mit ADS oder ADHS häufiger an Tagesmüdigkeit, auch wenn die Schlafdauer eigentlich ausreichend war. Die genauen Ursachen sind noch nicht geklärt.

ADHS und Sucht

  • Posted on: 29 July 2016
  • By: Limbic Systems

Aus verschiedenen wissenschaftlichen Studien ist gut belegt, dass Menschen mit ADS oder ADHS ein deutlich erhöhtes Risiko haben, zusätzlich zu der Aufmerksamkeitsstörung eine Suchterkrankung zu entwickeln. So fand z.B. eine neuere Metaanalyse bei behandlungssuchenden Menschen mit Suchterkrankung eine ADHS Häufigkeit von ca. 23%. In der Normalbevölkerung liegt die Häufigkeit der adulten (erwachsenen) ADHS nur bei etwa 3,5%. Die Gründe für das Zusammentreffen dieser Störungen sind sicher vielfältig.

ADHS kommt selten allein....

  • Posted on: 19 July 2016
  • By: Limbic Systems

Bis zu 80% der Erwachsenen mit ADS oder ADHS haben irgendwann im Laufe ihres Lebens mit einer weiteren psychischen Erkrankung zu kämpfen. Die häufigsten dieser sog. Komorbiditäten sind Abhängigkeitserkrankungen, Depressive Störungen und Angsterkrankungen. Zum Beispiel beträgt die Häufigkeit von depressiven Erkrankungen unter ADS oder ADHS-Patienten etwa 40%und ist damit ungefähr viermal so hoch wie in der Allgemeinbevölkerung.

ADHS wächst sich auch im Rentenalter nicht aus

  • Posted on: 16 July 2016
  • By: Limbic Systems

Inzwischen ist sowohl aus der Forschung als auch der klinischen Praxis gut belegt, dass ADS oder ADHS nicht schlagratig mit Beginn des 18. Lebensjahres verschwindet. Berichte über das Fortbestehen von ADS/ADHS in das Erwachsenenalter gab es bereits in den Siebziger Jahren, aber es hat lange gedauert, bis sich das Thema Erwachsenen-ADS/ADHS vor allem in Europa etablieren konnte. Nach wie vor ist jedoch der Wissensstand zu ADS/ADHS im höheren Lebensalter gering, obwohl sich immer mehr über 60-jährige mit dem Wunsch nach diagnostischer Abklärung dieses Störungsbildes an Fachärtze wenden.

Videospiele - besser als ihr Ruf?

  • Posted on: 22 May 2016
  • By: Limbic Systems

Eine Studie der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Hamburg Eppendorf beschäftigt sich damit, was Videospiele im Gehirn genau bewirken. Dazu muss man wissen, dass das menschliche Gehirn ein plastisches Organ ist, das sich gleichsam ständig selbst umbaut. Neue Nervenzellen entstehen (Neurogenese), Verschaltungen werden gebildet oder bilden sich zurück und vermutlich noch vieles andere mehr. Forscher konnten zeigen, dass Stressereignisse bei Erwachsenen mit einem reduzierten Volumen einer bestimmter Gehirnregion, dem sog. Hippocampus, einhergehen.

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